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nodepression

ash Gray – Chickenwire 16,95/14,95                    kantigen Rocksteady/Reggae-Groove entfaltet

LP/CD. 18er aus Texas (Austin). Vielfältige aus-      und wie so oft von knackigen Mariachi-

gezeichnete Roots-Musik – wozu die auffallend         Trompeten gekrönt wird. Wie immer ist das stili-

oft sehr reizvolle Rhythmik einen guten Teil          stische Spektrum breit, längst sind Calexico über

beiträgt, richtig ansteckend teilweise! In sich       gängige Desert-Rock-Formate hinausgewachsen.

ruhender ungewohnt fließender (Country-) Folk.        Diesmal gibt es auch einige etwas härtere Songs

(Westcoast-) Country (-Rock) ca. 1970 (Flying         mit fast noisigen Stromgitarren, ein- oder zweimal

Burritos, Gram Parsons, Byrds in Country als          assoziiere ich fast schon Crazy Horse. „Another

Paten). Cosmic American Music, teils meets New        Space“ gerät tatsächlich recht spacig, auch „Eyes

Riders Of The Purple Sage. (Delta) Blues in Rock      Wide Awake“ hat eine gewisse psychedelische

im CCR-„Green River“-Groove. Relaxt-anregen-          Schwere, und „Dead In The Water“ hat gar ein

der oder ziemlich mitreißender temporeicher           ekstatisches Hammerklavier fast schon a la

allumfassender Roots/Americana-Rock. Starke           Stooges zu bieten. Das sind aber wie gesagt die

60s-Anleihen, entfernt Dylan. Das Saitenspiel, eh     Ausreißer aus dem bewährten Americana-

neben den Vocals dominant, kommt des Öfteren          Desertrock mit TexMex-und Latin-Flavour. Der

als dichtes ganz feines Geflecht (akust. wie elektr.  Bandname („California + Mexico“) ist also mehr

Gitarren, etwas Slide, Pedal Steel, Dobro). War       denn je Programm dieser ebenso einzigartigen wie

mir bisher unbekannt, aber gefällt mir sehr. (dvd)    beständigen Band. Im März übrigens mal wieder

laura Baird –                                         auf Deutschland-Tour. (Joe Whirlypop)

I Wish I Were A Sparrow  14,95                        Obacht: Die limitierte CD bietet auf einem

CD. 17er, die Schwester von Meg (die z.T.             Bonustonträger 7 (sieben) zusätzliche Stücke.

gastiert). Ein ziemlich grandioser Mix aus            Tyler Childers –

Mountain Folk, Appalachen-Country, bestechend,        Purgatory         23,95/14,95

bezaubernd, wunderbar gesungen, mal lieblich,         LP/CD. Yeehaw! – Country wird auch von jungen

mal etwas tiefer, rauher. Eigenes und Traditionals,   Leuten gespielt. Tyler Childers ist ein jungen

klasse Themen/Melodien im „altmodischen“ Sinn.        Mann aus Kentucky, der aber steinalte Musik

Ein exzellent gespieltes Banjo (oder 2 davon)         spielt. Sein zweites Album ist zwischen Country,

ist/sind das zentrale Begleitinstrument, recht oft    Bluegrass und etwas Countryrock angelegt, ganz

kommt eine Geige hinzu, sporadisch                    und gar traditionell instrumentiert mit Fiddle,

Akustikgitarre, Bass. Ganz „old-timey“ also, in       Banjo, Pedal Steel und Mandoline (oder auch mal

zart, süß und becircend, in bedächtig und herrlich    Maultrommel), aber wenig Drums (teils nur

poetisch, mit stetigem hypnotischem Zug bzw.          Snare). Angenehm schlicht produziert von Sturgill

unbeschwert und schnell, quasi in slow motion         Simpson und Johnny Cashs Engineer David

oder tiefenentspannt – und in 2 fantastischen         Ferguson, geht die musikalische Reise ins ameri-

Songs, die schon alleine den Kauf lohnen, in abso-    kanische Heartland. Childers‘ Gesang ist frisch

lut faszinierender packender Atmosphäre.              und doch komplett im Traditionellen verankert,

Darunter das sanfte lyrische ein klein wenig üppi-    der Sound luftig, beschwingt und upliftend – ein-

ger instrumentierte (inkl. Harmony Vocals) Poor       mal aber auch ganz schön heavy mit Southern

Orphan Child, das, obwohl ein uralter Song, aus-      Rock-Gitarre. Der Mittzwanziger aus Lawrence

nahmsweise eher Americana-verwandt klingt,            County hat sein Album im Butcher Shoppe in

etwas dunkel. Ihre erste Solo-LP und schon so toll,   Nashville aufgenommen und ist damit in den

was da wohl noch kommt?! Eine große, dicke            Staaten auch bereits ziemlich erfolgreich. Die

Empfehlung!!                                          Songs wirken traditionell und modern zu gleich,

Calexico – The Thread                                 ganz ähnlich wie bei den Kollegen Colter Wall,

That Keeps Us  21,95/18,95/16,95                      Chris Stapleton und auch ein wenig Hank3, stili-

LP/ltd. 2-CD/CD. Das neunte Studioalbum der           stisch geprägt durch Vaterfiguren wie Steve Earle

Lieblingsband aus Tucson, Arizona. Da kann            und sogar Gram Parsons, wenn es zwischendurch

natürlich nichts schiefgehen, denn am                 auch mal ein wenig kosmisch klingt. Selten jeden-

Grundkonzept der Vorgänger hat sich nichts            falls klang der Sound der Appalachen zeitloser.

Wesentliches geändert. Nachdem man meistens           (Joe Whirlypop)

im heimischen Wavelab-Studio von Craig                mary Gauthier –

Schumacher aufgenommen hat, ist „The Thread           Rifles & Rosary Beads 23,95/14,95

That Keeps Us“ diesmal an der Pazifikküste im         LP/CD. 18er, u.a. mit Will Kimbrough, Neilson

Norden Kaliforniens entstanden, aber eben doch        Hubbard. Wie von ihr gewohnt ein exquisites

wieder mit dem gewohnten Producerteam. Wie            Album, die Klasse der Songs, ihr melodischer

immer sind auch hier drei, vier Nummern mit           Reiz ist oft beträchtlich – und doch sind sie sehr

TexMex-, Cumbia- und Rumba-Flavor dabei, ein-         speziell: Thematisch ist´s ein Konzeptwerk, es

mal auch wieder von Joey Burns auf Spanisch           geht um v.a. psychische Probleme der US-

gesungen („Flores Y Tamales“). Klares Highlight       Veteranen, die gar am Songwriting beteiligt wur-

ist das höchst tanzbare „Under The Wheels“, das       den. Schon ihre Stimme besticht, wandelbar in

mit pluckernder Beatbox beginnt, dann aber einen      Tonlage wie Charakter (von rauh-dunkel bis hell,
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