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                        keepCHOOGLIN’

           Inspiriert  von  Compilations  wie  Country  Got  von Alex Harvey und J.J. Cale gibt es einige Tunes
           Soul, Delta Swamp Rock oder Country Funk wird  mit  erhöhten  Swamp-Faktor  von  Cash  McCall,
           auf Keep On Chooglin' ein musikalischer Eintopf  Colter Wall, Hoyt Axton und Jerry Reed. Später
           gekocht, der allerdings noch um einiges schmack-  Neues  von  den  Quaker  City  Night  Hawks,
           hafter  ist,  als  die  eben  erwähnten  Sammlungen.  Sheepdogs  und  Charley  Crockett,  eine  leichte
           Die  Zutaten  sind  Cozmic  Boogie,  Deep  Fried  Gospel-Note von David Cayton-Thomas, eine ent-
           Gumbo  Rock,  Swamp  Grooves,  Country  Soul,  schleunigte  Sympathy  For  The  Devil  Version
           White Line Fever, Southern Funk, Greasy Blues  (Billy  Branch),  zwei  Neil  Young  Cover  von
           und mehr. Zeitlich geht es hier um die Phase von  Hookfoot und Wayon Jennings, Fundsachen von
           zirka 1968-1974, als Funk noch Groove bedeutete  Alan  Gerber  und    Alan  James  Eastwood,  dazu
           und nicht „dicker Daumen“. Vorher hatte man das  Priscilla  Coolidge,  James  McMurtry,  James
           noch nicht drauf, danach geriet der Sound oft zu  Talley, Lincoln Durham und zum guten Schluß die
           slick und poliert. Mit oben genannten Compis gibt  12:28  Minuten  lange,  eigenwillige  Smokestack
           es nur minimalste Überschneidungen, dazu ist die  Lightning Version von Mike Harrison (ex-Spooky
           Mischung auch alten Klassikern (CCR, Tony Joe  Tooth-Sänger), 1971 eingespielt in Muscle Shoals.
           White, Allmans) und echten Fundstücken kaum zu  Keep On Chooglin' –
           übertreffen.              Vol. 16/Shotgun Willie                     7,95
           Die  Volumen  2-5  kommen  im  Mix  (1  Track),  CD. Das beginnt wie gewohnt mit ein paar mittel-
           danach sind die Songs einzeln anwählbar.  ruhig-groovenden Songs (Jeannie Greene, Bobby
           Keep On Chooglin' –       Bare, Willie Nelson, Boz Scaggs), changiert dann
           Vol. 19/Double Trouble                    7,95  in   Richtung   handfesten   Country/R&B/
                                     Roadhouse-Rock  (Steve  Young,  Wayne  Carson,
           CD. Ich habe einen Lauf! Und weil ich so happy  Tony Joe White, Delta Moon, Delbert McClinton,
           mit #19 bin, habe ich das Werk auch noch profes-  Travis Wammack, Sam Samudio), um erstmal bei
           sionell  mastern  lassen.  Das  beginnt  mit  vier  einer   Früh-Siebziger   Fonky-Electric-Blues
           Songwritern,  einmal  Kanada  (Fred  Eaglesmith)  Strecke  zu  halten  -  mit  Tunes  von  Jimmy
           und  drei Texanern  (Shirl  Milete, Townes, Willis  Witherspoon, Howlin' Wolf, John Lee Hooker und
           Alan Ramsey), bevor uns Gregg Allman mit dem  Eddie Kirkland. Zum guten Schluß besteigt Buddy
           Johnny Jenkins Tune Blind Bats & Swamp Rats  Miles den Memphis Train und Tom Jones besingt
           tief in die Sümpfe führt. Auf Mudlow und Billy  die Polk Salad Annie. Jimmy MacCracklin, Little
           Ray Reynolds folgt eine kleine Bluesstrecke mit  Sonny,  O.V.  Wright  sowie  Dr.  John  setzen  dem
           James Cotton (die 3. Chicken Heads Version auf  Soul-Groove  des  finalen Viertels  die  Krone  auf.
           KOC), Paul Butterfield’s Better Days und spätere  Hörten wir am Ende auf Vol. 15 noch die Hercules
           Canned  Heat.  Mein  hochverehrter  Delbert  Version  von  Boz  Scaggs,  so  findet  sich  auf  #16
           McClinton lässt noch einmal die Sau raus, bevor  das Original von Aaron Neville, allerdings hier im
           es abgeht in funkige Southern Gefilde. Mit George  exklusiven  Chrispop  Edit  mit  verlängertem
           Hatcher  Band  (ein  Brett),  Electric  Flag  (Mega-  Percussion-Mittelteil  und  anderen,  exzellenten
           Groove), Lowell George und J.J.Cale. Es folgt ein  Sperenzchen. Nuff said! Love it!
           leicht  schräges  Polk  Salad  Annie  des  Manson
           Manuel Express und weiter rauscht der Southern  Keep On Chooglin' –
           Train:  Cayenne,  Creedence  Clearwater  Revival,  Vol. 15/Gumbo Jones                7,95
           Al Wilson (mit Born On The Bayou) und Skynyrd  CD. #15 startet eher ruhig mit Folk-Groove (Kris
           (Double  Trouble),  die Allmänner  (Can’t  Take  It  Kristofferson), Swamp Country (Jimmy Walker),
           With You) und die Outlaws (Freeborn Man). Liest  Southern Soul (Tony Joe White Cover von Arthur
           sich wie ein Hammer? Ist ein Hammer! (rh)   Alexander)  und  deepem  Soul-Blues  (Lonnie
           Keep On Chooglin' –       Mack).  Knackige  Folk-Country-Blues-Hybriden
                                     von Redeye, J.J. Cale und Chris Smither folgen.
           Vol. 18/Dixie Fried                           7,95  Und der tolle Jason Isbell ist dabei, bevor es mit
           CD. Ein neues Volumen von Keep On Chooglin'  Junior  Parker,  John  Hammond  Jr.  und  Andrew
           gehe ich eigentlich nur an, wenn ich was richtig  McMahon  funky-bluesig-knarzig  wird.  Marc
           Gutes entdeckt habe. Dann kommt die Inspiration  Benno rockt, Jim Ford nörgelt swampy-funky mit
           eigentlich  immer  automatisch  und  wenn  ich  mir  elektrisierenden Chormädels im Rücken, Jesse Ed
           die #18 im Nachhinein so anhöre, dann war ich  Davis  liefert  gut  ab  und  Link  Wray  covert  den
           mal so richtig inspiriert.  Backwoods Preacher Man von Tony Joe. Und weil
           Das 80 Minuten Werk beginnt zur Einstimmung  ich  Boz  Scaggs'  Version  von  Aaron  Neville's
           mit eher ruhigen/midtempo Tracks von Cowboy,  Hercules zwar etwas slick, aber sehr genial fand,
           Thomas Jefferson Kaye, John Kay (Steppenwolf  setzte  ich  den  Track  an  das  Ende.  Zur
           Sänger) und Eric Quincy Tate. Auf Undertow von  Einstimmung und auf den Weg dahin wird es kon-
           Ken Lauber rock-grooven mit J.J. Cale, Tony Joe  tinuerlich  super-groovy-funkier  (aber  immer
           White  und  Larry  Jon  Wilson  drei  KOC-Helden.  erdig) mit Tracks von Pacific Gas & Electric (New
           Auf  einen  Outlaw  Kracher  von  Charlie  McCoy  Orleans-style - Gumbo Jones, sehr geiler Song),
           folgt  Levon  Helm  mit  dem  sehr  Band-artigen  Delbert McClinton (Ain't No More Cane – grandi-
           Hurricane  (von American  Son).  Danach  geht  es  os. Delbert, I love you!), Levon Helm (Take Me
           weiter  mit  sattem  Southern-Rock-Groove  und  To The River – yes), Little Feat (oh yes!), O.V.
           Tunes  von  Lowell  George,  Les  Dudek  (Killer),  Wright (Hi Records super Southern Soul-Groove),
           Lynyrd Skynyrd (von Nuthin' Fancy), Little Feat  Dr.  John  (höllisch  funky)  und  Paul  Butterfield's
           (Titeltrack von Down On The Farm), Kill Devil,  Better  Days  (Clavinet  galore).  Mit  Stolz
           Beaverteeth  (Wow!),  der Allman  Brothers  Band  geschwellter Brust kann ich sagen: das ist das viel-
           (von Win. Loose Or Draw), Watchpocket und das  leicht  beste  KOC-Volumen  bis  dato.  Meine
           ultrarare  Crippled  Duck  von  Too  Smooth.  Das  Meinung. Jedenfalls. (rh)
           finale bestreitet der auf dem Cover so brav aus-  Keep On Chooglin' –
           schauende  Charlie  Brown  mit  einem  veritablen
           Saiten-Gemetzel. Klasse. Durchweg. (rh)  Vol. 14/Mississippi Kid              7,95
           Keep On Chooglin' –       CD. Dieses Mal ein feiner Mix aus funkig-rocki-
           Vol. 17/Delta Dawn                         7,95  gem Blues (Jimmy Dawkins, Tiny Watkins, John
                                     Hammind Jr., Black Joe Lewis, Sam Lay’s Blues
           CD.  Nach  zwei  eher  ruhig  groovenden  Openern
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