Page 7 - Glitterhouse Katalog
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Glitterbeat               7
           Desert-Rock,  scharf  akzentuiert  stark  pumpend);  (dvd)
           elegischer  sehnsuchtsvoller  zugleich  lyrischer  Fofoulah – Daega Rek    17,75/15,75
           (ruhiger/balladesker)   Tuareg   Rock   (mit
           Mellotron-ähnlichen Keyboards; bei allen anderen  LP (+DLC)/CD. Die gambisch-senegalesisch-eng-
                                      lische Truppe (mit u.a. Tom Challenger von Red
           Tracks bedient Tastenmann Sofyann Ben Youssef,
           bekannt als Chef von Ammar 808 und hier auch  Snapper  und  Dave  Smith  von  Robert  Plants
                                      Sensational Space Shifters bzw. ehemals bei Justin
           Producer,  v.a.  die  Hammond  Orgel,  gelegentlich
           Synthie); im längsten Stück gibt´s denn auch ein  Adams  toller  Band  JuJu)  hat  sich  doch  recht
                                      wesentlich  verändert.  Und  agiert  ausgesprochen
           ausgiebiges  sehr  reizvolles  Hammond-Feature,
           leicht psychedelisch auf spezielle Art, gefolgt von  innovativ,  so  etwas  habe  ich  noch  nie  gehört!
                                      Rubrik:  Musikalische  Abenteuer.  Traditionelle
           schwer  stampfenden,  dann  tanzenden  bis  tricky
           70s-Anleihen; toll und eigen kommt ein teils stak-  westafrikanische Rhythmen treffen auf zeitgenös-
                                      sische  Beats  (z.B.  fortgeführte  Drum  &  Bass-
           katohafter,  sagen  wir,  „Tuareg-Acid-Space/
           Psychedelia-Rocker“; genauso begeistert mich das  Derivate,  mal  auch  eine  Art  Afro-Techno,  80s-
                                      Electro-Anleihen…), in gern sehr komplex verwo-
           (auch melodisch) wunderschöne, ganz zarte, poe-
           tische, butterweiche, fast schwerelose „Tamatant“  bener  Form,  nervös,  schnell  bis  gebrochen,  oft-
                                      mals  polyrhythmisch  geprägt  (doch  ziemlich
           – nur der Gesang und eine (verhallte) E-Gitarre.
           Tuareg-typische Bestandteile wie Call-Response-  ungewöhnlicher Natur). Seltener ergeben sich ger-
                                      adlinigere  Grooves,  mal  in  entspannterem  (und
           Vocals  tauchen  nur  1x  (ein  bischen)  auf,  die
           Gitarren  besitzen  ebenfalls  eine  andere  gleichzeitig  stärker  afrobasiertem)  Flow,  mal
                                      absolut zwingend mit reizvollen Widerhaken, mal
           Charakteristik  (oft  distorted)  –  nicht  aber,  wie
           erwähnt,  die  Gesangsmelodien.  Und  die  Texte  schön tricky (funky beinahe). Feine mehrschichti-
                                      ge teils wundervoll wirbelnde/schillernde/fluores-
           behandeln  Tuareg-spezifische  Themen  und
           Probleme,  teils  mit  politischem  Gehalt.  „A  leap  zierende  Synths/Electronics  sorgen  für  eine
                                      Vielzahl  kurzer  Motive,  selten  auch  richtige
           forward in the modern Tuareg sound… truly radi-
           cal“ meinte der Guardian, fürwahr, so etwas hab  Melodien  (die  insgesamt  nur  eine  geringe  Rolle
                                      spielen)  –  und  reichlich  hochattraktive  tolle
           ich  noch  nicht  gehört.  Etwas  sehr  Besonderes.
           Vinyl 180g, Klappcover. (dvd)    Sounds, die manchmal für eine Art moderne psy-
                                      chedelische Note sorgen! Die Funktion der Vocals
           Ustad Saami –              ist ebenfalls eine andere als zuvor, spoken word,
           God Is Not A Terrorist  17,75/15,75  deklamatorisch,  fordernd,  offensiv,  scharf  bis
           LP  (+DLC)/CD.  19er.  Der  „Meistersänger“  aus  Rap-ähnlich, z.T. rhythmisch zusätzliche Akzente
           Pakistan  (fürwahr!)  erforscht  und  erweckt  uralte  setzend.  E-Gitarren  besitzen  keinen  großen
           vor-islamische  Musik-Traditionen,  im  Stil  des  Stellenwert,  aber  der  Bass  glänzt  phasenweise!
           „Khayal“  (Qawwali-Vorläufer)  –  was  sich  für  Drums  vermischen  sich  mit  Percussion/Talking
           ungeübte europäische Ohren nicht soo viel anders  Drums.  Diverse  Loops  werden  integriert,  jede
           als  andere  traditionelle  pakistanische  Klänge  Menge  repetitive  Elemente,  manchmal  viel  Hall
           anhört, aber insgesamt durchaus ein wenig mehr  und  Echo,  phasenweise  klingt  es  minimalistisch
           Abwechslung bietet, als ich es von anderen Acts  (von   den   Rhythmus-Spuren   abgesehen).
           der  Gegend  kenne.  Vocals  first!  Und  wie!  Futuristisches  Afrika  trifft  auf  westliche  (Beat-
           Kraftvoll,   wunderbar   phrasiert,   kleinste  und Sound-basierte) Avantgarde bzw. sowas wie
           Tonhöhenverschiebungen  (in  z.T.  lang  anhalten-  Post Wave-Experimente, bei 2 Stücken fielen mir
           den  Silben)  haben  Bedeutung  (49  Mikrotöne  gar  die  Residents  spontan  ein  (aktualisiert  und
           umfaßt eine Oktave), irgendwie wirkt das extro-  rhythmusbetonter),  es  gibt  Dub-Einflüsse.  Und
           vertiert  und  in  sich  versunken  zugleich.  Hinzu  viel  dunkle  mehrfach  total  faszinierende
           kommt  oft  eine  2.  (manchmal  auch  3.)  Stimme,  Atmosphären,  partiell  mysteriös,  gar  bedrohlich,
           die  wahlweise  (und  das  macht  einen  ziemlichen  sporadisch auch starke Kontraste, kurz kommt die
           Unterschied)  in  tieferer  Lage  (partiell  beinahe  Musik zum Stillstand… Völlig abgedrehtes Zeug
           gleichberechtigte)  Backings  oder  Harmonies  ist  dabei,  wie  gesagt:  Sowas  hab  ich  noch  nie
           singt,  anderswo  in  call-and-response-artigen  gehört…  Stücke  wie  Nyari  Garong,  Ndanane,
           Duetten begeistert bzw. im Wechsel agiert, schon  Kaddy sind klasse! (dvd)
           mal eine gewisse Chor-Funktion ausüben. Sogar  Gaye Su Akyol – Istikrarli
           an Huun Huur Tu fühle ich mich sporadisch leicht  Hayal Hakikattir LP (+DLC)/CD                      17,75/15,75
           erinnert.  Die  Begleitung  scheint  (es  gibt  leider  Bixiga 70 –
           keine  Besetzungs-Infos,  und  die  Identifizierung  Quebra Cabeca 2-LP (+DLC)/CD                   24,75/15,75
           finde  ich  schwer)  von  unterschiedlich  vielen  Stella Chiweshe – Kasawah-
           Musikern  zu  stammen,  als  Fixpunkt  ein  The Early Singles    LP (+DLC)/CD            17,75/15,75
           Harmonium (schon mal ziemlich durchdringend),  Yonatan Gat –
           teils  möglicherweise  auch  2,  plus,  vermute  ich,  UniversalistsLP (+DLC)/CD   17,75/15,75
           hier  und  da  Tamboura  (Tanpura),  Sitar-ähnlich,  Ammar 808 –
           doch  reines  Begleitinstrument  (mit  weniger  Maghreb United    LP (+DLC)/CD                    17,75/15,75
           Saiten/ohne Bünde), die Sounds durchdringen sich  Samba Toure – Wande  LP (+DLC)/CD      17,75/15,75
           und bilden untrennbare Klangflächen, ab und zu  Sonido Gallo Negro –
           aber  auch  monochromere.  Und  besitzen  einen  Mambo Cosmico      LP (+DLC)/CD            17,75/15,75
           starken Drone-Charakter! Die Stücke sind teilwei-  Park Jiha – Communion  LP (+DLC)/CD      17,75/15,75
           se ausgesprochen getragen gespielt, langsam, fast  Dirtmusic –
           feierlich,  Rhythmen  nur  durch  die  Stimme  Bu Bir Ruya     LP (+DLC)/CD                     17,75/15,75
           geformt,  mal  ein  dezent  melancholischer  ToodArt –
           Grundton, im Extrem beim mit 19 Min. längsten  Laissez Passer    LP (+DLC)/CD                  17,75/15,75
           Track  in  Ultra-Zeitlupe  (Rhythmen  kaum  merk-  Abatwa (The Pygmy) – Why Did We Stop
           lich),  die  pure,  berauschend  wirkende,  absolut  Growing Tall?  LP (+DLC)/CD                      17,75/15,75
           hypnotische Trance-Musik! Einige Stücke jedoch  Jupiter & Okwess –
           bieten deutlich mehr rhythmische Betonung, set-  Kin Sonic      LP (+DLC)/CD                            17,75/15,75
           zen Tablas ein, sind lebhafter, ereignisreicher, agi-  Ifriqiyya Electrique –
           ler, auch komplexer bzw. auf ungewohnte Weise  Ruwahine     LP (+DLC)/CD                             17,75/15,75
           polyrhythmisch  im  vertrackten  Zusammenspiel  Tamikrest – Kidal    LP (+DLC)/CD             17,75/15,75
           von  („unruhigen“)  Tablas,  Harmonium  und  King Ayisoba –
           Stimme  (klasse!),  oder  ziehen  im  Gegenteil  1000 Can Die   LP (+DLC)/CD                     17,75/15,75
           straight-lineare  Rhythmen  durch,  mit  ebenfalls  Bargou 08 - Targ LP (+DLC)/CD                17,75/15,75
           einem gewissen Trance-Effekt. Durch und durch  BaBa ZuLa – XX   2-LP (+CD)/2-CD            25,75/17,75
           spirituelle  Musik,  denke  ich,  mit  hohem  Gaye Su Akyol – Hologram
           Faszinationsfaktor, wenn man sich drauf einläßt,  Imparatorlugu LP (+DLC)/CD  17,75/15,75
           dicke  Empfehlung!  Grammy-Gewinner  Ian  Orkesta Mendoza -
           Brennan produzierte. Vinyl 180g im Klappcover.  Vamos A Guarachar!   LP (+DLC)/CD           17,75/15,75
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